Pressemitteilung

21. Januar 2007

Juso Vorsitzender begrüßt Worte von Deichmann Chef

Behmenburg auch für Beihaltung des Sonntags als Ruhetag
Der Vorsitzende der Essener Jungsozialisten, Daniel Behmenburg, hat die klaren Worte des Deichmanns Chef begrüßt, der sich auf dem Kongress christlicher Führungskräfte gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten auch auf den Sonntag ausspricht! „Durch die Worte von Herrn Deichmann wurde ein klares Signal gesetzt – König Kunde heißt nicht, dass man an 7 Tagen rund um die Uhr einkaufen kann. König ist man nicht wegen der Quantität des Angebots, sondern wegen der Qualität!“ so der Essener Juso Chef.

Behmenburg hat besonders die Situation der Angestellten im Einzelhandel im Blick. „Nachdem durch vielfach verlängerte Öffnungszeiten bereits die Abende häufig auf der Arbeit zugebracht werden müssen, soll nun mit dem Sonntag auch der letzte 'Familientag' abgeschafft werden. Dieses ist gesellschaftspolitisch eine verheerende Entwicklung! Familien müssen in der heutigen Zeit durch die Politik näher zusammengebracht werden. Hier wird das Gegenteil erreicht! Außerdem sind die kleinen Geschäfte, die sich lange Öffnungszeiten nicht leisten können, hier die klaren Verlierer – kleine Essener Traditionsunternehmen verschwinden weiter, große Ketten werden sich im Stadtgebiet vermehrt breit machen. Diese großen Ketten sind es dann auch oft, die die hart erkämpften Arbeitnehmerrechte mit Füßen treten, als Beispiel sei hier Lidl genannt.“

Bereits die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten unter der Woche hat schon fatale Auswirkungen: „Was ist mit der Sicherheit der Angestellten?“ sorgt sich Behmenburg. „Kleine Geschäfte, die dem Druck der Konkurrenz durch längere Öffnungszeiten standhalten müssen, können oft nicht zwei Mitarbeiter zeitgleich bezahlen. Gerade in den dunklen Abendstunden in den Randzonen der Essener City bei voller Kasse ist hier ein Risiko für die Verkäuferin hinter der Ladentheke geschaffen, welches nicht zu verantworten ist.“ Behmenburg fordert die Ladenöffnungszeiten auf ein gesundes Maß zurück zu schrumpfen und in begründeten Fällen lieber Ausnahmen zuzulassen.