Pressemitteilung

05. April 2007

Essener Jusos blickten in die schwarze Zukunft -

Nachwuchspolitiker informierten sich vor Ort im Bergwerk Prosper-Haniel
Vollen Einsatz bewiesen die Essener Jungsozialisten (Jusos) gestern bei der Grubenfahrt zum über 1.000 Meter tief gelegenen Abbaubetrieb des Bergwerks Prosper-Haniel der Deutschen Steinkohle AG (DSK). Tief beeindruckt zeigten sich die jungen Sozialdemokraten von der modernen Gewinnungs- und Sicherheitstechnik, die unter Tage zur Rohstoffgewinnung eingesetzt wird. „Das hat nichts mehr mit den Klischee-Bildern des Bergbaus zu tun – wenngleich auch die Arbeit immer noch anstrengend für die Kumpel ist“, sagte der Vorsitzende der Essener Jusos, Daniel Behmenburg, wieder über Tage.

In Gesprächen mit den Bergleuten am Rande ihrer Grubenfahrt und bei Betrachtung der Förderdaten der Zeche überzeugten sich die Essener Jusos von der deutschen Bergbautechnologie, die weltweit führende ökonomische, ökologische und soziale Standards mit ebensolchen wirtschaftlichen Chancen setze, so Behmenburg weiter. „Der heimische Steinkohlenbergbau spielt nicht nur als bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor sondern auch bei zentralen Zielen der Jusos, wie der Schaffung von Ausbildungsplätzen und Jobs für junge Menschen, eine wichtige Rolle.“ Hierbei richtete sich das Hauptaugenmerk von Behmenburg auf die besondere Stellung, die das Bergwerk als größter Ausbildungsbetrieb in der Region einnimmt.

Über Tage diskutierten die Jusos mit den Mitarbeitern des Bergwerks über die Zukunft der deutschen Steinkohle. In dieser Frage erklärten sich die Jusos solidarisch mit den Kumpels und sprachen sich klar für eine Zukunft des Bergbaus in Nordrhein-Westfalen aus. „Gerade vor dem Hintergrund, dass die Energieversorgung zu den Kernfragen im 21. Jahrhundert gehört und gehören wird, ist der Referenzbergbau in Nordrhein-Westfalen bundespolitisch im höchsten Maße sinnvoll. Die Erhaltung eines Sockelbergbaus, der die Energiesicherheit erhöht und Deutschlands Spitzenstellung im Bereich der Bergbau- und Kraftwerkstechnologie bewahrt, muss auch über das Jahr 2018 hinaus gewährleistet bleiben“, erklärte Juso-Vorstandsmitglied Andreas Wiemers im Anschluss an den Besuch der Zeche. „Schon allein um die Zukunft des Bergbaus in Nordrhein-Westfalen zu sichern, muss Ministerpräsident Rüttgers im Jahr 2010 wieder aus der Staatskanzlei zurück nach Pulheim gejagt werden“, so Wiemers. „Der eindrucksvolle Besuch auf Prosper-Haniel hat uns noch mehr motiviert, Rüttgers den Laufpass zu geben“, lautete der einhellige Tenor der Essener Jusos, nachdem sie frisch geduscht die Zeche wieder verließen.