Pressemitteilung

24. April 2007

Gesamtschule: Essener Jusos unterstützen den Elternwillen

Die Abstimmung für die Gesamtschule als Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem erfolgt mit den Füßen. Allein im Rahmen der Anmeldung an den Gesamtschulen im Februar 2007 wurde die Kapazität der Essener Gesamtschulen um 208 Plätze überschritten. Damit manifestiert sich auch in Essen wiederholt der Wille der Eltern nach dem Wunsch, dass Kinder über das vierte Schuljahr hinaus gemeinsam lernen, ein Lernen ohne Brüche erfolgt und die optimalen Bildungschancen für ihre Kinder eröffnet werden.

Die Essener Jusos unterstützen dieses Anliegen. Bei realistischer Einschätzung der politischen Mehrheitsverhältnisse im Rat der Stadt Essen und in der Landesregierung (CDU/FDP) müssen die Jungsozialisten jedoch konstatieren, dass die Einführung einer weiteren Gesamtschule in Essen derzeit politisch nicht gewollt ist. „Es gehört zu unserem ehrlichen Politikstil, bei Eltern keine unrealistischen Erwartungen zu wecken, wenn die Mehrheitsverhältnisse im Rat und in der Landesregierung dem Anliegen entgegenstehen“, so Juso-Vorstandsmitglied Andreas Wiemers. Die Jusos werden jedoch weiter für den alljährlich geäußerten Elternwillen kämpfen.

Fragen wie Anerkennung und Förderung durch das Land NRW sind ebenso zu klären wie der Standort und die Folgen für andere Schulen und Schulstandorte. Darüber hinaus sollte nach Klärung dieser Fragen zum Schuljahr 2008/09 ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für die Gesamtschule durchgeführt werden, um den tatsächlichen Bedarf festzustellen und das entsprechende Genehmigungsverfahren einzuleiten.

Letztendlich ist nun allen voran die CDU gefordert, ihren ideologisch begründeten Widerstand gegen eine Schulform aufzugeben, die im Bewusstsein der Eltern längst ein fester Bestandteil der Schullandschaft ist. "Jedem Essener Kind die besten Bildungschancen" - das ist die Devise der Jusos Essen.