Pressemitteilung

10. Mai 2007

Essener Jusos unterstützen Streik bei der Telekom und richten Appell an den Rat der Stadt

„Als logische Konsequenz“ aus der strikten Weigerung der Telekom-Konzernspitze mit der ver.di über einen tarifvertraglichen Auslagerungsschutz für die Beschäftigten zu verhandeln bezeichnen die Essener Jungsozialisten (Jusos) den jüngst beschlossenen unbefristeten Streik der Telekom-Beschäftigten. „Die Telekom muss endlich erfahren, dass sich ihre Beschäftigten nicht alles gefallen lassen“, erklärten die Essener Jusos und zeigten sich sogleich solidarisch mit den nun Streikenden der T-Service.

Angesichts der Pläne der Deutschen Telekom AG sei nach Auffassung der Essener Jusos zu befürchten, dass rund 350 Arbeitsplätze in Essen in der T-Service-Sparte verloren ginge. „Wir erwarten ein gemeinsames politisches Signal aller im Rat vertretenden demokratischen Parteien, dass die Essener Kommunalpolitik zu diesen Beschäftigten und den für die Stadt Essen wichtigen Arbeitsplätzen steht“ ließen die Jusos verlautbaren. „Wir erwarten vom Rat der Stadt Essen. dass er sich schnellstmöglich mit allen gebotenen Mitteln für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzt“, so die Jusos weiter. Darüber hinaus solle der Rat der Stadt Essen die nordrhein-westfälische Landesregierung auffordern, sich bei dem Telekom-Vorstand ebenfalls für die Beschäftigten einzusetzen, erwarten die Jusos. „Denn ein weiteres arbeitsmarktpolitisches Desaster wie bei der Übernahme der Siemens-Mobiltelefon-Sparte durch BenQ kann sich auch die schwarz-gelbe Landesregierung im nordrhein-westfälischem Telekommunikationssektor nicht mehr leisten“, stellten die Jusos abschließend fest.