Pressemitteilung
11. Mai 2007
Essener Jusos begrüßen Schulbuch-Lösung für Hartz IV-Empfänger
Erleichtert zeigen sich die Essener Jungsozialisten (Jusos) über die Tatsache, dass die Ausstattung der Kinder von Asylbewerbern und Hartz IV-Empfänger mit Schulbüchern nach den Sommerferien in Essen wieder sicher gestellt ist. „Mit den Bücherpools wird gewährleistet, dass die Bildungschancen von Kindern aus sozial schwachen Familien zumindest nicht mehr aufgrund fehlender Lehrmittel geschmälert werden“, stellt Juso-Vorstandsmitglied Andreas Wiemers fest. Gleichzeitig kritisieren die Jusos jedoch, dass ein komplettes Schuljahr um eine Lösung gerungen wurde, in der die Situation sowohl für die betroffenen Kinder als auch für den Schulunterricht schier unerträglich war. „Es ist beschämend, dass in einer Groß- und Kulturhauptstadt Schulbücher ein ganzes Jahr lang Luxusgüter waren“, kritisiert Wiemers deutlich.Trotz aller Kritik zeigten sich die Jusos jedoch erfreut darüber, dass es der Stadtverwaltung anscheinend doch gelungen sei, die unsoziale Bildungspolitik der schwarz-gelben Landesregierung wieder auszugleichen. „Denn das wir überhaupt darüber diskutieren mussten, ist eine Folge der mangelhaften Gesetzgebung des Landes. Da das Land Nordhrein-Westfalen die Finanzierung der Schulbücher nicht mehr sicherstellen wollte, hat sie den schwarzen Peter den Kommunen zugeschoben“, stellt Wiemers klar.
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