Pressemitteilung
03. Januar 2008
Essener Jusos sprechen sich gegen Kochs Vorschläge zur Abschiebung krimineller ausländischer Jugendlicher aus
Angesichts der aktuellen bundesweiten Diskussion um kriminelle Jugendliche ausländischer Herkunft fordern die Jungsozialisten in der Essener SPD (Jusos), dass man sich vermehrt mit der Frage beschäftigen muss, wie sich diese Kriminalität begründet und wie man dieser präventiv entgegenwirken kann. Nicht zuletzt eine schlechte Schulbildung und fehlende Ausbildungs- und Arbeitsplätze führen zu Frustration. So benachteiligt das dreigliedrige Schulsystem internationalen Studien zufolge vor allem Menschen mit Migrationshintergrund – dennoch hält die CDU weiterhin beharrlich daran fest.Mit seiner Forderung nach einer härteren Abschieberegelung versucht Hessens Ministerpräsident Roland Koch, aufgrund fallender Umfragewerte Wählerstimmen am rechten Rand zu fischen. „Die Menschen, die hier aufgewachsen sind, einfach abzuschieben ist sicherlich der einfachste Weg, aber er führt nicht zum Ziel. So werden keine Ursachen bekämpft. Unsere Gesellschaft trägt hier die Verantwortung und muss das Problem an seinen Wurzeln packen, anstatt lediglich temporäre Lösungen durch Abschiebungen zu suchen“, so Juso-Vorsitzender Daniel Behmenburg. Daniela Kämper, Öffentlichkeitsreferentin der Essener Jusos, ergänzt: „Es gibt zahlreiche Gesetze, die angewendet werden können, um Kriminalität zu verurteilen. Dies muss unabhängig vom ethnischen Hintergrund des Täters oder der Täterin geschehen!“
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