Pressemitteilung
09. April 2008
SPD sieht Stadion als Investition in städtische Infrastruktur
Hilser: „Eine Großstadt wie Essen braucht ein Stadion!“
Die Essener SPD hat aufgrund der aktuellen Situation bzw. Diskussion um den Neubau eines Stadions in ihrer gestrigen Vorstandssitzung einstimmig einen Initiativantrag verabschiedet, der auf dem Wahlparteitag am Samstag eingebracht und diskutiert werden soll. Der Vorstand fordert, eine Investition in ein neues Stadion als Infrastrukturinvestition für eine Großstadt zu akzeptieren und nicht fortlaufend mit sportlichen Misserfolgen dagegen zu argumentieren.Dazu erläutert der Vorsitzende der Essener SPD, Dieter Hilser: „Die Stadt hält seit Jahren an einem baufälligen Stadion fest und schiebt immer neue Gründe vor, Neubaupläne nicht angehen zu können. Dabei kostet es jedes Jahr mehr, das Stadion in einem Zustand zu halten, der die Besucher in ihrer Gesundheit nicht gefährdet.“
Hilser begrüßt jüngste Überlegungen der Stadtspitze, seitens der Stadt mit mehr als den bisher bereitgestellten 7,5 Millionen Euro zu einer Lösung beizutragen.
„Zugegebenermaßen kommt die Hilfe für den Verein sehr spät, aber hier geht es jetzt auch um die Stadt“, erklärt der SPD-Politiker. „Wir brauchen ein Stadion in Essen. Wir haben momentan vier Fußballmannschaften, an die der DFB hohe Auflagen stellt. Jetzt sollten wir nicht das Geld mit der Gießkanne dort verteilen, wo im Moment der sportliche Erfolg sichtbar ist. Wir brauchen eine zentrale Spiel- und Veranstaltungsstätte, wo mehrere Bedürfnisse unter einen Hut können, und die Stadt nicht ständig nur Löcher flicken muss.“
Dabei könnte sich Hilser vorstellen, nicht nur an der bisherigen Planung festzuhalten und auf der Wunschliste noch mal etwas „abzuspecken“. „Andere Städte haben es vorgemacht, dass man ansehnliche Spielstätten mit realistischen Kostenmodellen bauen kann. Da müssen es sicherlich nicht 42 Millionen Euro sein!“ sagt der SPD- Parteivorsitzende abschließend.
Der Antragstext lautet:
Die SPD-Ratsfraktion wird aufgefordert, sich unabhängig von der sportlichen Situation im Essener Fußball für den Neubau des Georg-Melches-Stadions als wichtiger Bestandteil der sportlichen Infrastruktur in Essen einzusetzen. Dabei sind verschiedene Modelle der städtischen Beteiligung zu überprüfen, ebenso wie die bisherigen Bauplanungen bzw. -partner auf Angemessenheit der kalkulierten Kosten zu überprüfen sind.
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