Pressemitteilung

12. Mai 2009

Hauptstadt der armen Kinder?! Nicht mit uns in Essen!

Jusos demonstrierten vor Landesparteitag der CDU
Seit die Ergebnisse einer Studie des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe veröffentlicht wurden, hält die Stadt Essen einen traurigen Rekord: In keiner anderen westdeutschen Großstadt leben so viele Kinder von Hartz-IV. Die Tatsache, dass 31,3 Prozent der Essener Kinder unter 15 Jahren in Hartz-IV-Haushalten leben, nahm die WAZ zum Anlass, der Stadt Essen den unrühmlichen Titel „Hauptstadt der armen Kinder“ zu verleihen.

Diesen Zustand können und wollen die Jungsozialisten in der Essener SPD (Jusos) nicht hinnehmen. Deswegen versammelten sie sich am Samstag, 9.Mai 2009, an der Messe Essen, um die Delegierten des CDU-Landesparteitages mit dem Banner „Willkommen in der Hauptstadt der armen Kinder“ zu begrüßen. Sophia Krause, Vorsitzende der Essener Jusos, dazu: „Anstatt nach neuen Titeln zu streben, sollte die Essener CDU lieber dafür Sorge tragen, dass Essen nicht weiterhin die Hauptstadt der armen Kinder ist!“

Neben diesem symbolischen Protest begann am vergangenen Samstag eine Spendenaktion der SPD und des Vereins für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Essen e.V (VKJ). Alle Bürgerinnen und Bürger können Spendenbuttons im Wert von 2, 5 oder 10 Euro erwerben, um so ein warmes Mittagessen für Kinder in Ganztageseinrichtungen des VKJ zu finanzieren. „Die Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger zeigt, dass die Menschen bereit sind zu helfen. Während die CDU das Problem immer noch nicht erkannt hat, schreiten die Menschen in Essen bereits zur Tat“, stellt die Essener Juso-Vorsitzende zum gelungenen Start der Spendenaktion fest.