Pressemitteilung

22. August 2009

Essener Jusos begrüßen Junge Union NRW in der Hauptstadt der armen Kinder

Die Jungsozialisten in der Essener SPD (Jusos) nahmen den NRW-Tag der Jungen Union zum Anlass, um die Delegierten am Samstagmorgen an der Messe Essen zu begrüßen. Die Jusos empfingen die jungen Christdemokraten mit dem Banner "Willkommen in der Stadt der armen Kinder". So betitelte eine Essener Lokalzeitung einen Beitrag zur Situation in Essen: In keiner anderen westdeutschen Großstadt leben so viele Kinder von Sozialleistungen wie hier. "Im Mai 2009 lebten in Essen 21 465 Kinder unter 15 Jahren in Hartz IV-Familien. Dies ist ein wirkliches Armutszeugnis für die selbsternannte 'Großstadt für Kinder'", so Sophia Krause, Vorsitzende der Essener Jusos.

Die grußlose Nichtbeachtung des Juso-Empfangskommitees kommentieren die Essener Jusos: "Wer sich eine Woche vor der Kommunalwahl lieber hinter verschlossenen Türen mit sich selbst befasst anstatt auf der Straße die Probleme mit den Bürgern zu diskutieren, scheut offensichtlich die Auseinandersetzung." Die Vorsitzende der Jusos Essen bezweifelt, dass die JU politische Auseinandersetzungen wirklich führen will: "Der Kampf gegen Kinderarmut interessiert den CDU-Nachwuchs anscheinend gar nicht." Dabei hatten erst in der vergangenen Woche Arbeiterwohlfahrt, Gewerkschaften und der Paritätische Wohlfahrtsverband gemeinsam mit dem Kinderschutzbund ein für NRW besorgniserregendes "Memorandum Kinderarmut" vorgestellt. Für die Abendstunden boten die Jusos Essen der JU daher an, "mit uns durch die Problemviertel der Stadt Essen zu gehen, so zum Beispiel den 'Stadtkern', in dem 67,3 Prozent aller unter 15-Jährigen von Sozialleistungen leben. Vielleicht finden sie ja so von der abstrakten Politik in die Realität zurück."