Pressemitteilung

17. September 2009

Studiengebühren für Liegenschaften?

Jusos in Duisburg und Essen sind verwundert über Planungen der Universität
Irritiert nehmen die Jungsozialisten in der Essener und Duisburger SPD (Jusos) zur Kenntnis, dass die Universität Duisburg-Essen offenbar plant, mit Studiengebühren Liegenschaften zu erwerben. „In der letzten Woche verschickte die Universitätsleitung eine Anfrage mit dem Vorschlag, von der Stadt Essen ein Gebäude an der Hammacherstraße zu erwerben, an Fachschaften, AStA und Studierendenparlament. Kern des Angebots war es, eine Nutzungsfläche für studentische Angelegenheiten zu schaffen“, erläutert Sophia Krause, Vorsitzende der Jusos Essen. Die Kosten für Kauf und Sanierung würden sich auf ca. 1 Million Euro belaufen, zusätzlich sind langfristige Kosten für Unterhalt und Bewirtschaftung zu erwarten.

Die Jusos Essen und Duisburg begrüßen die Initiative der Universitätsleitung, ausreichend studentische Arbeitsflächen zu schaffen. „Dafür aber Studiengebühren auszugeben und Geld in Beton statt in Köpfe zu investieren, ist nicht hinnehmbar und eine Zweckentfremdung der Mittel“, so Benedikt Falszewski, Vorsitzender der Jusos Duisburg. Aus Sicht der Jusos ist die Bereitstellung von ausreichenden und zweckmäßigen Liegenschaften Aufgabe des Landes, das dafür entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen hat. „Studiengebühren sind nicht für Investitionen in Gebäude zu verwenden, weil durch solche langfristigen Mittelbindungen die gesetzlich festgeschriebene Unmittelbarkeit der Maßnahmen verletzt wird“, machen die Jusos deutlich. Sophia Krause ergänzt: „Wenn die Universität offensichtlich Geldmittel in siebenstelliger Höhe auf der hohen Kante hat, dann sollte sie den Gebührensatz senken und das überschüssige Geld an die Studierenden zurück zahlen.“