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 |  |  |  | 29. Juni 2010 |
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Die Jungsozialisten in der Essener SPD (Jusos) sprechen sich gegen die Pläne von weiten Teilen der Politik und Verwaltung aus, Essen ab 2012 zur Optionskommune zu machen. In diesem Fall würde die Stadt die Beratung, Vermittlung und Qualifizierung von Hartz IV-Empfängern ohne Beteiligung der Arbeitsagentur übernehmen. Für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen stünden Essen 80 Millionen Euro Gelder des Bundes zur Verfügung. "Trotz dieser Möglichkeiten für die Stadt ginge die Lösung der Optionskommune zu Lasten der Menschen, die auf eine sinnvolle Betreuung, Qualifizierungsmaßnahmen und Vermittlung aus einer Hand angewiesen sind", stellt Marcel Wenzel fest, stellvertretender Vorsitzender der Essener Jusos.
Nach Meinung der Jusos Essen genügt es für die Vermittlung nicht, den lokalen Arbeitsmarkt zu kennen, da der regionale und überregionale Arbeitsmarkt für die Vermittlung ebenso wichtig ist. Juso-Vorsitzende Sophia Krause ergänzt: "Die Gefahr, dass die Arbeit der Optionskommune nur mit großen Defiziten zu leisten ist, ist erheblich. Außerdem scheint noch niemand darüber nachgedacht zu haben, was passiert, wenn die von der ARGE übernommenen Mitarbeiter in Rente gehen - und damit den städtischen Haushalt belasten." Aufgrund dieser deutlichen Nachteile der Alternative Optionskommune appellieren die Essener Jusos an den Oberbürgermeister Reinhard Paß, sich von dem Vorhaben der Einrichtung einer Optionskommune zu verabschieden.
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